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Dienstag, 29. September 2015

Rezension zu "Craig Ramsey: Der Stretching-Anatomie-Guide: Das Dehnprogramm für flexible Muskeln"

Umfassendes Dehnprogramm für den ganzen Körper mit anschaulichen Zeichnungen, die die gedehnten Muskeln zeigen

Durch Faszienmassage bin ich auf Dehnübungen oder englisch ausgedrückt Stretching aufmerksam geworden. Dieses Buch hat mich vor allem interessiert, weil im Gegensatz zu vielen anderen Stretching-Büchern, hier die jeweils gedehnten Muskeln in Zeichnungen gekennzeichnet und benannt sind. Wenn man also bei bestimmten Muskelgruppen Probleme hat, kann man gezielt für sich passende Übungen heraussuchen.

Im Buch sind circa 100 Stretching-Übungen beschrieben, die die Muskeln im ganzen Körper vom Fuß bis einschließlich des Kopfes dehnen, auch Yogaübungen wie die Kobra, der Morgengruß oder der herabschauende Hund.

Vor dem Stretching empfiehlt Craig Ramsay sich gut aufzuwärmen. Hier soll man praktisch jedes Gelenk kreisen oder durchbewegen. Bei mir knackte es da einige Male ziemlich.

Jede Übung wird in mehreren Schritten erklärt und mit Fotos verdeutlicht, es wird gesagt, welches Ziel eine Übung hat und was man richtig oder falsch machen kann. In einer extra Zeichnung sind die gedehnten Muskeln rot gekennzeichnet. Dazu gibt es immer wieder Trainertipps oder Hinweise, wie man eine Übung in einer einfacheren oder schwereren Form durchführen kann.

Des weiteren enthält das Buch Stretching-Übungen für zwei, für die Schwangerschaft, für eine Hartschaum-Rolle (z. B. Black Roll), für bereits gut gedehnte Menschen und ein Kurzprogramm fürs Büro. Auf dem Poster ist ein 20 Übungen langes Ganzkörper-Kurzprogramm zusammengestellt, für das man etwa 15 Minuten braucht (auch klein im Buch).

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Die Übungen sind meistens nachvollziehbar, auch wenn das eine oder andere Foto mehr die Abläufe besser erklärt hätte. Meistens sind für Anfänger (wie mich) einfachere Varianten angegeben, manchmal allerdings auch nicht, zum Beispiel beim „Herabschauenden Hund“. Hier wird gleich die Version gezeigt, in der die Beine vollständig gestreckt und die Fersen auf dem Boden sind. Das kann kein Anfänger! Auf dem Poster wird neben dem Ganzkörper-Kurzprogramm noch die Muskulatur des Menschen gezeigt und benannt. Mir wäre ein halb so großes Poster lieber gewesen, welches nur die Übungen zeigt.

FAZIT: Ein zumeist verständliches Buch für Stretching-Übungen, auch für Anfänger. Gefallen haben mir vor allem die Zeichnungen mit den gedehnten Muskeln, sodass man sich leichter Übungen für seine eigenen Bedürfnisse heraussuchen kann.

4 von 5 Sternen

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Samstag, 29. November 2014

Rezension zu "Joey Kelly: America for Sale - Von L. A. nach New York - ohne Geld in weniger als drei Wochen einmal quer durch die USA"

Interessanter, spannender und humorvoller Reisebericht


Ich bin auf dieses Buch eher zufällig gestoßen als ich auf der Suche nach Informationen über Las Vegas war. Joey Kelly war mir vage bekannt als Mitglied der Kelly Family, deren Musik ich grauenhaft fand, und als regelmäßiger Gast von Stefan Raabs unzähligen Sendeformaten, der einen Fable für Ausdauersport hat.

Nun, von Los Angeles nach New York zu kommen und das ohne Geld mit unterschiedlichen Transportmitteln hielt ich für eine interessante Aufgabenstellung und ich war interessiert. Das Buch ist nicht nur ein Bericht von seinen Erlebnissen, die er quer durch Amerika hat. Er stellt uns das Land anhand von Menschen vor, die er auf seiner Reise kennenlernt, und erläutert mithilfe von Ralf Hermannsdorfer verschiedene Aspekte des heutigen amerikanischen Lebens von der finanziellen Absicherung der Indianern durch Glückspiel bis zu den unzähligen Häusern, die zum Verkauf stehen (For Sale).
Kelly berichtet auch von seinen Erlebnissen und Erfahrungen als Ultrasportler, wenn er an den Stätten seiner Wettkämpfe vorbeikommt. Zum Beispiel vom Badwater-Run durch das Tal des Todes oder das Race-Across-America-Radrennen, was er unter anderem im Mixed mit der Motorsportlerin Jutta Kleinschmidt absolviert hat.

Seine Reise erinnert ihn auch an seine Kindheit und Jugend, als seine Familie in Amerika versucht hat durch Straßenmusik ihren Lebensunterhalt zu verdienen, was wohl dort schwieriger als in Europa war.

FAZIT: Packender Reisebericht von Joey Kelly darüber wie man ohne Startgeld von Ort zu Ort kommt ergänzt um Hintergrundinformationen über das heutige Leben in Amerika, über das Bewältigen von sportlichen Extremstleistungen und ein kleiner Einblick in sein früheres Leben mit der Kelly Family.


5 von 5 Sternen


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