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Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension zu "Norbert Kober: Lebensspuren - Erzählkarten für Biografiearbeit, Gedächtnistraining und Erzählcafés"

Bietet denkanregende Fragen zum Leben

Das Set besteht aus einem kleinen Heftchen zur kurzen Erklärung für die Nutzung bei unterschiedlichen Anwendungsgebieten (Erzählcafé, biografische Schreibwerkstätten, zur Erstellung einer Autobiografie, zur Erinnerungsarbeit in der Familie und für die Seniorenarbeit oder zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben) und 64 Karten mit den Themengebieten Kindheit, Jugend, Gründerzeiten, Zeit der Ernte und mein Lebensweg.

Auf jeder Karte stehen 1-3 Fragen in großer Schrift. Schön finde ich dabei die Kennzeichnung der Karten rechts oben mit einem Smiley für schöne Erinnerungen und mit einem Stern, wenn es sich um nicht schwer zu verarbeitende Einstiegsfragen handelt.

Fragen aus dem Set sind beispielsweise: Welches Schulerlebnis gab es, dass ich nie vergessen habe? (Kindheit), wer war der wichtigste Mensch in meiner Jugend, und warum? (Jugend), was hat meine Berufswahl entscheidend beeinflusst? (Gründerzeit), gibt es - im weitesten Sinne - ein Geschenk, das ich nie vergessen habe? (Zeit der Ernte) und welchen Bezug zu Tieren, also zu Haus-, Wild- oder Nutztieren, habe ich? (Mein Lebensweg).

Ich habe mich für die Erzählkarten interessiert, weil ich zwar gern schreibe, aber mich bisher wenig mit meiner eigenen Biografie auseinandergesetzt habe. Die Fragen in diesem Set sind sicher nicht einmalig, aber sie berühren viele Punkte, über die ich noch nicht oder kaum nachgedacht habe.

Fazit: Ich sehe die Erzählkarten als guten Einstieg für die Beschäftigung mit dem eigenen Leben oder dem Leben anderer.


4 von 5 Sternen


Weitere Info:
Internetseite des Verlags zu den Karten


Sonntag, 13. Juli 2014

Rezension zu "Hanno Beck: Recherchieren, Strukturieren, Präsentieren: So überzeugen Sie in Abschlussarbeiten, Artikeln, Reports und Vorträgen"

Beck überzeugt

Das Buch bietet, was der Titel verspricht: Kurz und bündig wird vor allem anhand konkreten wirtschaftswissenschaftlichen Beispielen erläutert, wie man recherchiert, strukturiert und präsentiert. Beck hält sich an seine eigenen Ratschläge. Er hat das Buch ausgezeichnet strukturiert und er schreibt anschaulich und verständlich. Zielgruppe sind vermutlich hauptsächlich seine Studenten, doch auch jeder andere kann einige Praxistipps für Berichte und Vorträge mitnehmen.

Interessant fand ich vor allem seine Empfehlungen zur Quellenrecherche in Zeiten von Wikipedia, Google und Co und die vorgestellten Techniken zur Strukturierung von Seminararbeiten und Vorträgen.


FAZIT: Das Buch ist eine große Hilfe für jeden, der eine Studien- oder Diplomarbeit schreiben muss oder einen ansprechenden Vortrag über ein Thema halten soll. Für seine knapp 180 Seiten ist das Buch allerdings ziemlich teuer.

5 von 5 Sternen


Weitere Info:

Samstag, 22. März 2014

Rezension zu "James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Band 2"

Ein Ratgeber für Fortgeschrittene

Dafür ist er allerdings verdammt gut geeignet.

Endlich ist mir klar, wie man Spannung erzeugen kann und endlich habe ich begriffen, was eine Prämisse ist, wie man sie formuliert und wie sie hilft, ausgehend von einer Ausgangssituation und einem auslösenden Ereignis durch immer größere Komplikationen einen spannenden Roman zu entwerfen.

Frey ertränkt einen glücklicherweise nicht wie viele andere Schreibratgeber in Übungen, sondern zeigt anhand von vielen Beispielen aus der Literatur, worauf es ankommt. Ob man seinem Rat nun annimmt, oder nicht.

Liest man dann noch, wie lange Freys steiniger Weg zum Autoren gedauert hat, ist man irgendwie motiviert.


FAZIT: Das Buch beleuchtet einige Teilaspekte des Schreibens wie Spannung erzeugen, Prämissen formulieren und besondere Figuren zu kreieren sehr anschaulich. Wer in diesen Fragen Hilfe sucht, dem sei das Buch empfohlen.

4 von 5 Sternen


Weitere Info:

James N. Frey ist ein amerikanischer Autor und Dozent für kreatives Schreiben und ist vor allem für seine Bücher zum Thema "Kreatives Schreiben" bekannt (Internetseite von James N. Frey).

Weitere ins Deutsche übersetzte Werke sind:

Wie man einen verdammt guten Roman schreiben
Wie man einen verdammt guten Krimi schreiben
Wie man einen verdammt guten Thriller schreiben
The key: Die Kraft des Mythos, Wie verdammt gute Romane noch besser werden


Rezension zu "Brockhaus Kreatives Schreiben: Vom leeren Blatt zum fertigen Text"

Das Buch gibt vor allem Anfängern guten Überblick über das Thema

Aber auch Fortgeschrittene können das eine oder andere bei den einzelnen Themen wie Sprache, Stilmittel, Figuren- und Plotentwicklung lernen. Vieles, was man in anderen Schreib-Ratgebern lesen kann, ist hier kurz zusammengefasst und kann in kurzen Schreibtrainings angewandt und ausgebaut werden. Sogar auf das Gedichteschreiben und das Verfassen von Sachbüchern wird in je einem Kapitel eingegangen.


FAZIT: Für erfahrene Schreiber bietet sich hier zwar nicht viel Neues, aber das Buch fasst übersichtlich und strukturiert wesentliche Aspekte des kreativen Schreibens zusammen und ist ideal für den Einstieg in das Thema.

5 von 5 Sternen

Rezension zu "Christian Schärf: Spannend schreiben: Krimi, Mord- und Schauergeschichten"

Selten hat mich ein Buch so gelangweilt ...

... und das ausgerechnet bei einem Buch über das Thema Spannung.

Dabei ist das Buch durchaus informativ und hilft einem spannende Texte zu schreiben, wenn man die doch sehr gehobene Sprache (eine Überschrift lautet zum Beispiel: Die Antizipation der Bedrohung) durchdringt, und man eher bei einer Doktorarbeit über das Thema erwartet. Gut fand ich die zahlreichen Zitate klassischer und moderner Autoren und die Schreibaufgaben am Ende jedes Kapitels.


FAZIT: Das Buch bietet durchaus hilfreiche Ratschläge, um spannende Geschichten oder Bücher zu schreiben, der Autor sollte sich aber vielleicht etwas mehr an seine eigenen Ratschläge halten.

3 von 5 Sternen