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Montag, 18. Januar 2021

Rezension zu "Thomas Rogall: Gesunde Knie ein Leben lang: Beschwerden vorbeugen - Schmerzen lindern - Operationen vermeiden; herbig-Verlag"

Informativ, aber mit wenig beschwerdespezifischen Übungen

Thomas Rogall ist Physiotherapeut mit einigen Weiterbildung unter anderem im Bereich der Spiraldynamik und Feldenkrais. Er gründete auch einen Fußschule für richtiges Gehen.

In diesem Buch erläutert Thomas Rogall die Kräfte, die auf ein Knie wirken, wie ein Knie genau funktioniert, ebenso die dazugehörige Muskulatur, Bänder und das Bindegewebe. Und er erläutert wie man richtig geht, aufsteht oder sich setzt. Dann zeigt er, wie man sein Knie selbst untersuchen kann. Dieser Teil ist mir, ehrlich gesagt, alles zu ausführlich.

Im Übungsteil wird die Massage mit Rollen und Bällen gezeigt, für Fußsohle, Baden und Oberschenkel. Es folgen Übungen für das Kniegelenk für die Mobilisierung, Dehnung, Kräftigung, die dynamische Stabilisation und die Koordination.

Ferner werden Sportarten empfohlen, die sich bei Knieprobleme eignen, wie zum Beispiel Fahrrad fahren, Schwimmen und Aquajogging.

Am Schluss erläutert der Autor noch verschiedene Beschwerden, deren mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein vermehrtes Eingehen darauf, welche Übungen für Verbesserung bewirken, hätte ich besser gefunden.

4 von 5 Sternen


Weitere Info:

Produktinfo vom Verlag

Mittwoch, 19. Februar 2020

Rezension zu "Massagepistole für Nacken Schulter und Rücken von Rybozen"

Stark wirksam bei großen Muskelpartien, Gerät allerdings recht schwer

Das Gerät macht einen massiven, gut verarbeiteten Eindruck. Allerdings ist es mit über 1,1 kg ziemlich schwer. Auch der Griff zum Festhalten hat einen Durchmesser von fast 5 cm. Das ist zum Greifen für kleine Hände ziemlich groß.

Das Gerät wird in einem praktischen Behälter mit Reißverschluss aufbewahrt. Es hat 4 verschiedene Köpfe: Flach (für alles), Spiral (für Gelenkteile), Kugel (für Muskelgruppen), und Gabel (für die Wirbelsäule). Das Gerät kann während des Ladens nicht betrieben werden. Es hat 5 verschiedene Intensitätsstufen (von 1300 Umdrehungen/min bis 4600 Umdrehungen/min). Das Gerät ist ziemlich leistungsstark. Für empfindliche Stellen kann selbst die niedrigste Stufe noch zu intensiv sein.

Der Ladezustand wird durch grüne LED-Leuchten und ein rotes LED-Licht angezeigt.

Besonders leise ist das Gerät nicht.

FAZIT: Wunder kann man im Allgemeinen von solchen Geräten nicht erwarten. Dieses Gerät ist durch seine Leistungsstärke bei mir vor allem bei großen Muskelpartien wirksam und wirkt da intensiver und tiefer als andere Geräte dieser Art, die ich schon verwendet habe. In Gelenk- oder Sehnennähe ist mir das Gerät auch in der schwächsten Einstellung zu intensiv.


4 von 5 Sternen



Donnerstag, 9. Januar 2020

Rezension zu "Elena Lustig: Pro Age Yoga: Selbstbewusst älter werden; Theseus-Verlag"

Mehr ein Buch zum Älterwerden ab 50 als ein Yogaübungsbuch

Wer mit diesem Buch ein Yoga-Übungsbuch für älter werdende Menschen mit eventuellen Einschränkungen erwartet, wird enttäuscht werden. Im Buch sind nur 6 Übungssequenzen fotografiert und teilweise mit sehr kleinen Fotos ohne Erläuterung dargestellt. Sie sollen Inspirationen für mehr Flexibilität, mehr Kraft und mehr Entspannung sein. Nur der Sonnengruß ist auf der Internetseite der Autorin und auf YouTube dauerhaft kostenlos als Film anschaubar. Die auf den Fotos gezeigten Übungen kann man nur umsetzen, wenn man schon Yoga praktiziert. Teilweise muss man für die Übungen sehr gut gedehnt sein, einfachere Alternativen werden nicht aufgezeigt. Anbei ist ein Gutschein, der 30 Tage kostenlos Zugang zu Online-Yogaübungen gewährt.

Die Hauptausrichtung dieses Buches ist mehr, wie man ein gutes Leben lebt und wie man selbstbewusst und in sich ruhend älter wird. Die Autorin ist um die 50 und musste die Krebserkrankung ihrer Mutter bis zu deren Tod begleiten. Geprägt haben sie buddhistische Weisheiten, Yoga und Meditation. Diese Lebenseinstellung legt sie in diesem ansprechend gestalteten Buch unter den Kategorien „Body“, „Mind“ und „Info“ dar. Sie spricht von Themen wie Vergänglichkeit, Schmerzen, Schlaf, innere Schönheit, Humor und verschiedenen Meditationen. Jedes dieser Themen wird mit kurzen Sprüchen oder Fragen, die man sich stellen soll, zusammengefasst.Fazit: Es ist ein interessantes Buch, um sich über sein eigenes Leben Gedanken zu machen. Ein bisschen mehr Fokus auf Yogaübungen zum Älterwerden (samt Erläuterungen) hätte ich mir aber gewünscht.



4 von 5 Sternen


Weitere Informationen:
Internetseite der Autorin
Verlagsseite des Buchs

Mittwoch, 19. August 2015

Rezension zu "Petra Bracht, Roland Liebscher-Bracht: Faszien-Rollmassage - Schmerzfrei von Kopf bis Fuß, Goldmann"

Hilfreich

Faszien sind laut der Autoren dünne Fasern, die Muskelfasern und Ähnliches im Körper umhüllen. Bewegt man sich wenig oder einseitig kann es zu starken Spannungen in Faszien und Muskeln durch Verkürzungen, Verfilzungen und Verdickungen derselben kommen, was zu Schmerzen führen kann.

Die im Buch vorgestellte Methode ist als Ergänzung zur therapeutischen Behandlung zum Beispiel der Autoren (Osteopressur) gedacht, um Behandlungserfolge von Therapien zu manifestieren, die Beweglichkeit des eigenen Körpers zu erhöhen oder um Schmerzen vorzubeugen.

Der Ansatz besteht aus 3 konkreten Maßnahmen:
1. der Einsatz von Wärme bei akuten Problemen (zum Beispiel durch Abduschen mit einem heißen Wasserstrahl)
2. die Durchführung der Faszien-Rollmassage für die schmerzenden Körperbereiche, um Muskelverspannungen zu reduzieren
3. die Muskeln neu zu programmieren durch von den Autoren sogenannter Schmerzfrei-Übungen, welches vor allem Dehnungsübungen sind

Die Durchführung der Faszien-Rollmassage ist einfach. Man benutzt kleine Bälle oder Rollen und rollt geradlinig oder in Spiralen über die schmerzenden Körperbereiche. Die Bereiche sind im Buch recht blass eingezeichnet, aber erkennbar. Es werden Hinweise gegeben, was in der jeweiligen Zone zu beachten ist: zum Beispiel, dass man im Halsbereich nicht über den Kehlkopf rollen darf. Hilfreich dazu ist die DVD auf der alle Faszien-Rollmassagen gezeigt werden. Je nach Bereich kann man die Wand oder den Boden zu Hilfe nehmen (man muss dann nicht selbst mit dem Arm Druck ausüben, was beispielsweise die Unterarme schont).

Da ich schon gute Erfahrungen mit einer anderen Faszien-Methodik (Behandlung von Triggerpunkten) gemacht habe, wollte ich diese Methode auch mal ausprobieren. Aufgrund einer Zahn-Fehlbehandlung und einer daraus resultierenden Kieferfehlstellung mache ich eine Zahnschienen-Therapie, durch die sich bei mir die Körperstellung geändert hat. Dadurch verändert sich bei mir gerade die Muskulatur im ganzen Körper, was auch mit Schmerzen zum Beispiel in der Hüfte verbunden ist. Ich bekomme Physiotherapie und suchte nach einer einfachen Methode, die ich allein ohne andere dauerhaft durchführen kann und mir hilft, meine Schmerzen zu reduzieren.

Ich testete alle Körperbereiche (auch nicht schmerzende) anfangs mit einem Tennisball durch und habe die Rollmassage als wohltuend und angenehm empfunden. Je nach Körperbereich kann man sich da besser oder schlechter selbst behandeln. Seit ein paar Wochen mache ich die Übungen für den Hüftbereich (Übungen für unteren Rücken und Gesäß). Hier nutze ich den Ball mit der Wand oder dem Boden. Meine Beschwerden verringerten sich um einiges. Bei Nackenproblemen kommt man selbst nicht so gut an die Problemzonen.

Die Autoren bieten auf ihrer Internetseite ein Set aus 2 Bällen und 2 Rollen mit DVD an, das 50 € + Porto kostet, was recht viel angesichts der wahrscheinlichen Produktionskosten ist. Allerdings verlangt die Konkurrenz im Internet ähnliche Preise.

Bei der DVD ist es etwas lästig, dass man auf dem Fernseher nicht sieht, wo man sich im Auswahlmenü gerade befindet (das wird nicht hervorgehoben). Schiebt man die DVD nicht in einen DVD-Player, sondern in einen Computer, kann man den Übungsbereich mit der Maus auswählen.

Wichtig bei dieser Methode ist, nicht nur die Rollmassagen zu machen, sondern auch die Dehnübungen. Diese sind leider nicht auf der DVD enthalten. Ich empfand die Fotos für die Dehnübungen öfters zu klein und die Erläuterungen teilweise als recht kompliziert, zum Beispiel für die Augen und für das Gesäß. Zum Teil habe ich eher die Dehnübungen angewendet, die mir meine Physiotherapeutin gezeigt hat.


FAZIT: Ich sehe die Methodik (zuerst Faszien-Rollmassage und dann die Dehnübungen) als gute Ergänzung für eine Physiotherapie oder zur Vorbeugung. Die Rollmassage ist einfach zu erlernen und je nach Körperregion gut zur Selbstbehandlung geeignet. Am besten gefielen mir die Übungen, bei denen man auch die Wand nutzen kann (bei mir: unterer Rücken, Unterarme). Die Methode brachte mir bei meinen Hüftschmerzen erhebliche Linderung, aber bisher keine dauerhafte Schmerzfreiheit. 

4 von 5 Sternen


Weitere Info:


Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension zu "Wolfgang Bauermeister: Endlich schmerzfrei mit Trigger-Osteopraktik"

Wirksame Methode, mit gewissen Einschränkungen auch zur Selbstbehandlung geeignet

Herr Bauermeister hat den Therapieansatz Trigger-Osteopraktik so benannt, weil die Methode amerikanische Triggermedizin mit Osteopathie verbinden soll. Wobei ein Trigger oder Triggerpunkt ein Schmerzauslöser ist, den man zum Beispiel als verdickten Knoten im Muskel zu finden kann. In der Regel löst dieser Trigger nicht einen Schmerz in der direkten Umgebung aus, sondern kann in einem ganz anderen Körperteil schmerzen. Ziel der Trigger-Osteopraktik ist es, solche Punkte zu beruhigen und aufzulösen.

Ich selbst bin medizinische Laiin. Deshalb kann und will ich den wissenschaftlichen Hintergrund nicht beurteilen, der im 1. Teil des Buches erläutert ist, mir einen Tick zu ausführlich.

Aufgrund einer Zahn-Fehlbehandlung nebst einer daraus resultierenden Kieferfehlstellung und viel Bildschirmarbeit hatte ich große Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen. Durch die manuelle Behandlung von Triggerpunkten wurden meine Schmerzen um einiges verringert oder verschwanden ganz, deshalb hat mich dieses Buch interessiert.

Herr Bauermeister zeigt, wie er diagnostiziert (von der Verspannung bis zum Stress) und stellt Therapiehilfsmittel vor, mit denen man u. a. Trigger bearbeiten kann (vom Massagegerät bis zum Therapiekissen). Dann erläutert er seine Methode anhand von ein, zwei Praxisbeispielen und geht kurz auf Medikamente und den Einfluss von Ernährungsergänzungsmitteln ein.

Gut gefallen hat mir der Selbsttest für den ganzen Körper, bei dem man eigene Bewegungseinschränkungen erkennen kann. Für das Selbstbehandlungsprogramm zeigt er die entsprechenden Muskeln samt der Bereiche, in denen sich Trigger befinden können und erklärt, wie sie mit seinem selbst entwickelten TRIGGOsan-Schlüssel zu behandeln sind. Hier wären Fotos für die genaue Anwendung von Vorteil gewesen. Das Buch schließt mit Dehnübungen für den ganzen Körper, was mir zu Bewusstsein brachte, dass ich da noch Nachholbedarf habe.

Mit der pulsierenden Massage habe ich keine Erfahrung, aber mit der Ausübung von Druck auf Trigger. Sich selbst zu therapieren ist dabei meiner Ansicht nach nur für bestimmte Stellen dauerhaft möglich. Man kommt nicht überall gut heran und die Verspannungen können in andere Muskeln „wandern“, wenn man nur einzelne Bereiche behandelt. Ich selbst hatte nach längerer Selbstbehandlung Probleme mit den Unterarmen bekommen.

Hat man einen Partner, der helfen kann, ist schon sehr viel mehr möglich.

Insgesamt ist es hilfreich, einen kompetenten Arzt oder Therapeuten zur Seite zu haben, auch wenn man einiges selbst oder durch den Partner behandeln lassen kann.


FAZIT: Die Methode ist aus meiner eigenen Erfahrung heraus wirksam und wer starke Schmerzen hat, für den könnte die Trigger-Osteopraktik eine Option sein. Im Buch bewirbt der Autor für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr sein Verfahren und die selbst entwickelten Hilfsmittel. Manche davon gibt es in ähnlicher Form um einiges günstiger zu erwerben. Gut haben mir die Dehnübungen für den Nacken-Schulterbereich gefallen, die ich im Moment regelmäßig anwende. Dauerhaft wird man die Verspannungsprobleme vermutlich nur loswerden, wenn man an seinen Bewegungsmustern und Fehlhaltungen arbeitet und beispielsweise etwas weniger vor dem Computer sitzt.

4 von 5 Sternen

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