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Montag, 21. Dezember 2020

Rezension zu "Arthur Le Caisne: Küchenwissen: Verblüffende Antworten auf mehr als 700 Fragen "

Es macht Spaß, darin zu schmökern

Das Buch von Arthur Le Caisne beantwortet unzählige Fragen zum Thema Küche und Kochen. Es vermittelt bekanntes, unbekanntes und skurriles Wissen zu den Küchengeräten, den Grundzutaten wie Salz und Pfeffer, zu Milch, Eier und Käse, zu Reis und Nudeln, zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, zu Gemüse, zu Saucen und allgemein zu der Zubereitung dieser Speisen.

Es beantwortet Fragen wie: Warum explodieren Eier, wenn man sie in der Mikrowelle erwärmt? Warum muss man weißen Reis vor dem Kochen waschen? Warum muss man eine Bouillon langsam und lange kochen? Warum dringt Salz schneller in Fisch als in Fleisch ein?

Als Kochinteressierte wusste ich schon einiges von den beantworteten Fragen (zum Beispiel, dass ein Schneidebrett aus Holz hygienischer ist als ein Schneidebrett aus Kunststoff) und soweit ich das beurteilen kann, sind erläuterten Fakten korrekt wiedergegeben worden. Vieles war mir unbekannt, zum Beispiel, dass Pinsel aus Naturborsten Flüssigkeiten gleichmäßiger auftragen sollen als aus Silikonborsten. Ob das Küchenwissen alles stimmt, kann ich nicht beurteilen. Eine Quellenangabe zu den jeweiligen Fakten hätte ich begrüßt. Manchmal empfand ich die Erklärungen zu kurz und nicht als ausreichend.

Fotos enthält das Buch nicht, sondern jede Menge meist anschauliche Illustrationen.

Etwas schade finde ich, dass das Außencover an der Buchrückseite aus glattem Silberpapier ist, welches leider an den Ecken schon bei geringer Benutzung unschön abgerieben wird.

4 von 5 Sternen


Weitere Info:

Produktinfo vom Hersteller

Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension zu "Stiftung Warentest: Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens: Band 1: Fleisch"


Kochen mal wissenschaftlich, Übersicht und Optik des Buches könnten ansprechender sein

Unter der Leitung des Harvard-Dozenten und Lebensmittelchemikers Guy Crosby wurden für dieses Buch die unterschiedlichsten Zubereitungsformen, Zutatenkombinationen, Kochtemperaturen und -Zeiten von beliebten Gerichten, in diesem ersten Band hauptsächlich zum Thema Fleisch, mit wissenschaftlichen Methoden auf ihr Gelingen getestet.

Im Buch findet man nicht nur Rezepte für Fleischgerichte mit Rind, Schwein, Lamm und Geflügel mit einer großen Palette von Marinaden, Glasuren und Saucen, sondern auch Fisch- und Eiergerichte. Ein Überblick über die Rezepte erhält man auf einer Doppelseite am Anfang. Der Anhang besteht aus einem gemischten Register, einem Literaturverzeichnis, Infos zur Lebensmittelsicherheit und zur richtigen Kirchenausstattung. Ein Tabellenverzeichnis für die unterschiedlichsten informativen Tabellen wie die Gartemperaturen der verschiedenen Fleischarten gibt es zu meinem Bedauern nicht.

Optisch spricht das Buch nicht allzu sehr an: Die Schrift ist sehr klein, es gibt Überschriften in hellem Beige, das Buch besteht nicht auch aus Hochglanzpapier, was die recht wenigen Fotos noch blasser erscheinen lässt und die Rezepte sind nicht sehr übersichtlich zum Nachkochen gestaltet.

Das Buch punktet dagegen mit jeder Menge Hintergrundwissen und sogar chemischen Erklärungen, warum ein Gericht auf diese oder jene Weise gelingt oder eben nicht.

Auch wenn viele Rezepte international sind, liegt doch ein gewisser Fokus auf der amerikanischen Fleischküche und das eine oder andere Rezept mutet für den europäischen Gaumen etwas ungewöhnlich an. Ab und zu stutzte ich bei der Ausgestaltung eines bekannten Rezepts, wie zum Beispiel, dass man beim Bœuf Stroganoff kein Rinderfilet verwendet und Champignons in der Mikrowelle auf die Hälfte ihrer Größe schrumpfen lässt. Erst durch die anschließende Erklärung entwickelt man Verständnis für die Vorgehensweise.


4 von 5 Sternen


Weitere Info:
Internetseite von Stiftung Warentest zum Buch

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Rezension zu "Axel Meyer: Die Kunst vegan zu backen"

Macht Appetit auf vegane Küche

Wir sind keine Vegetarier, erst recht keine Veganer, auch wenn wir nicht immer Fleisch essen. Ich selbst empfinde das Buch als eine Bereicherung, da ich Milchprodukte nicht so besonders vertrage und es in diesem Buch viele leckere Rezepte ohne diese Zutaten gibt.

Ein großer Anteil des Buches befasst sich mit verschiedenen Varianten von Brot und Brötchen. Sehr interessant fand ich dabei Axel Meyers Exkurs über das richtige Kneten. Das Buch reicht von Grundrezepten über Früchtebrötchen zum Quinoa-Brot. Es gibt Pizzavarianten, Flammkuchen und Quiche. Das süße Teil des Kochbuches befasst sich mit Torten, Muffins, Keksen und Ähnlichem.

Axel Meyer arbeitet viel mit Vollkornprodukten. Die Milchprodukte und Ei ersetzt er oft durch Öle, ungehärtete Pflanzenmargarine, Mandelmilch und Sojasahne sowie Tofu.

Schön ist, dass die meisten seiner Zutaten nicht exotisch sind und man sie zumeist in einem sortierten Supermarkt bekommt.

Das Kosmos-Buch spricht durch seine attraktiven und appetitanregenden Fotos an. Hilfreich für die Rezeptauswahl sind am Ende des Buches auch das Register von A bis Z und ein Verzeichnis nach Themen.

Ich habe bisher vor allem süße Gerichte getestet und davon hat mir die Linzer Torte am besten geschmeckt. Die Linzer Torte war etwas bröseliger als mit Ei, bei den Vanillekipferl war der Verzicht auf ein Bindemittel nicht zu merken. Insgesamt sind die angegebenen Backzeiten für meinen Backofen eher zu lang.

FAZIT: Schön gestaltetes Veganer-Kochbuch mit attraktiven Rezepten, das den Schwerpunkt vor allem auf Brot- und Brötchen-Varianten legt.

5 von 5 Sternen


Weitere Info: