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Montag, 1. August 2016

Rezension zu "Olympus OM-D E-M10 Mark II Systemkamera"

Keine Frage, eine gute Kamera

Bisher fotografiere ich hauptsächlich mit Canon-Kameras (mit der EOS 700d und der G7x, seit Kurzem der EOS 750d).

VERARBEITUNG: Die E-M 10 Mark II ist ausgezeichnet verarbeitet, im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras wesentlich kompakter gebaut und wiegt ordentliche 500 Gramm. Vom Gewicht her ist die EOS 750d kaum schwerer.

BEDIENUNGSANLEITUNG: Eine Kürzestanleitung zur Inbetriebnahme der Kamera ist beigelegt, die ausführliche Anleitung kann von der beigelegten CD-ROM im pdf-Format heruntergeladen werden. Mir ist die Anleitung aus Papier zu kurz (4 Seiten), da ich eine Kamera nicht unbedingt vor dem Rechner testen möchte.

BEDIENUNG: Schaut man von oben auf die E-M 10 Mark II, schrecken einen erst einmal die unzähligen Räder und Knöpfe. Die Standardbedienung der Kamera ist trotzdem einfach. Man kann problemlos Standardaufnahmen machen, filmen und Fotos und Filme anschauen. Über die OK-Taste lässt sich auf dem Display eine Matrix anzeigen, bei der man einfach viele Funktionalitäten verstellen kann. Will man weitere nahezu unzählige Möglichkeiten der Kamera nutzen, muss man sich ausführlich mit Bedienungsanleitung beschäftigen. Im Vergleich zu meiner EOS 750d empfand ich die Bedienung der E-M 10 Mark II um einiges weniger intuitiv und komplizierter. Das Display der E-M 10 Mark II lässt sich nach oben (90°) und unten (ca. 40°) klappen, aber nicht wie bei meiner Eos 750 D ziemlich frei in die meisten Richtungen bewegen. Das ist bei Aufnahmen nahe Bodenhöhe oder weit oben schon von Nachteil.

FUNKTIONSUMFANG:
Neben dem Automatikmodus ertrinkt man formlich in Sondermodi (auf Programmwählscheibe SCN). Es gibt sagenhafte 25 davon wie Porträts, Landschaft, Serienaufnahme, Sport, Freihand Sternenlicht, Nacht, Nacht mit Personen, Sonnenuntergang, Dokumente, Panorama, Feuerwerk, Schwenken, Weitwinkel, Nahaufnahme, Strand- und Schneeaufnahme ..... Beim Panorama-Programm muss man mehrmals ein Foto auslösen und die Kamera jeweils innerhalb eines bestimmten Rahmens verschieben. Es gibt sogar ein Programm für den Fisheye-Effekt.

Beim Aufnahmemodus ART gibt es die Effekte Pop-Art, Weichzeichner, blasse Farben, weiches Licht, Monochromfilm, Lochkamera, Diorama, Cross-Entwicklung (Magenta wird hervorgehoben), zartes Sepia, dramatischer Effekt, Gemälde, Wasserfarben, Vintage und partielle Farbe. Das Letzte fand ich sehr interessant, da wird ein Motiv farbig gezeigt, zum Beispiel ein Auto in der Mitte und der Rest ist Grautönen zu sehen. Eine Fotostory kann man auch erstellen.

Manuell kann man sehr umfangreich Einstellungen vornehmen, das reicht von der Blende und Verschlusszeit über Helligkeitsänderungen zur Farbsteuerung, soweit der Nutzer ohne Anleitung unterwegs weiß, wie das geht. Auch das Auslösen durch Tippen auf den Touchscreen (Display) ist möglich, funktioniert aber komplizierter als bei meiner EOS. Bei Serienaufnahmen können bis zu 8,5 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.

Schaut man durch den Sucher, verschwindet die Anzeige des Displays.

Neben normalen Videoaufnahmen lassen sich Zeitlupenvideos aufnehmen.

Der Akku der Kamera war ziemlich schnell leer.

FILMQUALITÄT: Ich habe meine Tochter beim Klavierspiel aufgenommen und mal auf ihre Finger fokussiert und gezoomt und Aufnahmen bei einer Lesung gemacht. So richtig überzeugt haben mich die Ergebnisse nicht. Der Ton war ok, die Aufnahmen selbst im Vergleich zu meiner EOS 750d schlechter.


FOTOQUALITÄT:
Die Kamera macht tolle Bilder in vielen Situationen: Landschaft bei Tag, Nacht und Dämmerung, Menschen, Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren, ... Auffällig ist, dass die Farben der Fotos sehr satt und intensiv sind, das bemerkt man vor allem bei Blumen- und Landschaftsaufnahmen. Die Bewegungsaufnahmen sind zum großen Teil auch ganz gut geworden. Aufnahmen mit dem eingebauten Blitz (z. B. bei Dunkelheit von Menschen in geschlossenen Räumen) haben mir nicht so gut gefallen wie die von meiner EOS 750d.

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Das Wichtigste in Kürze:
+ gute Bilder in den meisten Situationen (Nahaufnahmen, Landschaft, Aufnahmen von Menschen und Tieren)
+ schnelle Reihenaufnahmen (bis 8,5 Bilder pro Sekunde)
+ Kamera ist gut verarbeitet
+ Sucher, automatische Abschaltung des Displays
+ Bedienung per Touch auf Display
+ einfache Standard-Bedienung
o/- Aufnahmen mit eingebautem Blitz
- Bedienung für komplexere Funktionen eher kompliziert
- Touchscreen nur nach oben (40 Grad) und unten (90 Grad) beweglich
- Akku ziemlich schnell leer
- Filmaufnahmen kein Highlight
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FAZIT: Ausgezeichnete Kamera für ambitionierte Einsteiger mit einfacher Standard-Bedienung, der Rest ist recht komplex. Ob ich jetzt von meiner Spiegelreflex (EOS 750d) umsteigen würde? Ich weiß nicht so recht. Beide Kameras machen ausgezeichnete Aufnahmen, haben aber unterschiedliche Vorzüge: Die E-M 10 Mark II mit kompakterer Bauweise, höhere Serienaufnahmenfrequenz pro Sekunde, farbintensivere Aufnahmen, aber bei komplexeren Aufnahmen nicht sehr intuitiv bedienbar mit einem schwachbrüstigen Akku. Die EOS 750d macht bessere Aufnahmen mit eingebautem Blitz und Dunkelheit, die Filme sind etwas besser, sie ist intuitiver zu bedienen und das Display ist besser verstellbar, aber sie ist natürlich etwas klobiger.


4 von 5 Sternen


Weitere Info:
Herstellerseite des Produkts

Samstag, 5. März 2016

Rezension zu "Canon EOS 750D mit EF-S (18-55mm) IS STM plus Connect Station CS100"

Kamera top, Connect Station na ja


UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DER EOS 700 D UND EOS 750 D: Optisch sind die beiden Kameras von außen bis auf Kleinigkeiten praktisch identisch. Die 750 D hat jetzt 24 Megapixel, die 700 D 18. Das ältere Modell 9 Kreuzsensoren, die 750 D 19. Gegenüber dem Vorgängermodell hat sie jetzt WLAN- und NFC-Funktionalitäten zur Datenübertragung und um die Kamera fernzusteuern. Der Sucher ist etwas kleiner als bei der 700 D. Gewichtsmäßig liegen sie fast gleich bei etwas über einem halben Kilo (die 750 D ist etwas leichter und kleiner) und sind gut verarbeitet.

BEDIENUNG UND BEDIENUNGSANLEITUNG: Wer mit der 700 D oder anderen Eos Kameras gearbeitet hat, wird bei der 750 D keine großen Unterschiede in der Bedienung feststellen. Beide Kameras sind im Großen und Ganzen einfach zu bedienen, eine Anleitung ist vor allem für Sonderfunktionalitäten wie zum Beispiel die NFC-Verbindung herzustellen vonnöten. Leider wurde die mitgelieferte Bedienungsanleitung auf Papier im Vergleich zum Vorgängermodell abgespeckt und es wird auf die Canon-Website oder die mitgelieferte DVD verwiesen.

FUNKTIONALITÄT: Die 750 D hat alle Funktionen, die man von einer Spiegelreflexkamera erwarten kann. Vom Automatikmodus mit verschiedenen Sondermodi von Porträt über Landschaft, Nahaufnahme und Bewegung samt einem HDR-Programm und verschiedenen manuellen Einstellungen von Blende und Verschlusszeiten, Auslösen durch Tippen auf den Touchscreen und nach oben oder unten ausklappbares Display.

FILMQUALITÄT: Ich habe meine Tochter beim Klavierspiel aufgenommen und mal auf ihre Finger fokussiert und gezoomt. Wird beispielsweise ein Gesicht erkannt, fokussiert die Kamera flott, ansonsten kann es schon mal Unschärfen geben. Der Ton ist ok.

FOTOQUALITÄT: Die Kamera fokussiert sehr schnell und es lassen sich gute Bilder in fast jeder Lebenslage machen (siehe Beispielaufnahmen). Streifen bei Himmelaufnahmen, wie teilweise berichtet wurde, gibt es bei meiner 750 D nicht. Im Vergleich zu meiner 700 D erhält man noch bei höheren ISO-Werten bessere Ergebnisse. Etwas schlechter empfinde ich die Aufnahmen bei höchster Auflösung bei Bewegung. Da lasse ich meine Tochter immer ein Rad schlagen. Durch die höhere Pixelzahl gab es dann bei ihren Beinen mehr Unschärfe.
FAZIT ZUR KAMERA: Ein Umstieg von der 700 D zu der 750 D lohnt sich vor allem, wenn man die Aufnahmen häufig stark vergrößert, etwas bessere Ergebnisse bei höheren ISO-Werten erzielen und Datenübertragung per WLAN und NFC nutzen möchte.

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Connect Station CS100


Die Connect Station CS100 macht einen gut verarbeitenden Eindruck und wird mit einer Fernbedienung geliefert. Sie hat 3 Anschlüsse: HDMI, USB und LAN. Es ist jeweils ein Platz für eine SD-Karte und eine CF-Karte vorhanden. Sie hat einen Speicher von einem Terabyte.

FUNKTIONALITÄT: Es können Aufnahmen von Kameras per NFC oder USB übertragen werden. Dies ist auch von einem Smartphone, Tablet oder einer Speicherkarte möglich, garantiert wird die Funktionalität allerdings nicht. Hat man einen WLAN-fähigen Drucker (habe ich nicht), sollen Fotos auch ausgedruckt werden können. Die Übertragung von Daten von einem Laptop oder älteren Computer ist nicht vorgesehen. Da ich gern alle meine Fotografien auf die Connect Station geladen hätte, um alle auf einem Medium zum Anschauen zu haben, ist das etwas schade. Die hochgeladenen Aufnahmen können dann auf dem Fernseher über einen HDMI-Anschluss angesehen werden.

Bei mir hat die Datenübertragung mit der Eos 750 D per NFC wunderbar und ohne Fehlversuch geklappt. Allerdings dauert das schon einige Minuten bei den heutigen Datenmengen.

Nach der Datenübertragung werden die neuen Bilder angezeigt. Es ist auch eine Anzeige nach Aufnahmemonat allerdings nicht nach Aufnahmetag möglich, auch konnte man sich nicht Fotos und Filmaufnahmen getrennt anzeigen lassen. Man musste die Filmaufnahmen zwischen den Fotos suchen. Bei vielen Aufnahmen ist das etwas lästig. In puncto Klassifizierung der Aufnahmedaten hätte ich gern mehr Möglichkeiten.

Der Datenimport per SD-Karte und per USB-Kabel funktionierte mit der 750 D und meiner alten 700 D ohne Probleme. Bei der Anzeige kann man sich auch die Aufnahmen nach Kamera unterschieden anzeigen lassen.

Die Anzeige auf dem Fernseher hat ohne Probleme geklappt und man kann sich alle Aufnahmen zum Beispiel in einer Diashow ansehen.

Eine Datensicherung mit einer externen Festplatte soll möglich sein, wenn diese größer gleich ein Terabyte ist und eine eigene Stromversorgung hat. Eine ältere Festplatte dieser Art habe ich angeschlossen, eine Datensicherung erfolgte dabei nicht.

Bilder soll man über das Internet versenden können, wenn man sich bei Canon Image Gateway anmeldet.


FAZIT: Warum so schwierig, wenn es auch einfacher ginge? Ich will eine solche Connect Station wie eine normale externe Festplatte an meinen Rechner anschließen und einfach nach Bedarf Aufnahmen und Filme hin- und her kopieren und löschen können. Ich will mich nicht irgendwo Weiteres anmelden, um Bilder übers Internet zu teilen. Ich will die Fotos nach mehr einteilen können als nach Aufnahmedatum und Kameratyp.




Weitere Info:

Dienstag, 25. August 2015

Rezension zu "Olympus Stylus 1s"

Gute Bridgekamera jenseits des Pixelwahns

Die Bridgekamera Stylus 1s ist die erste Olympus, die ich in den Händen hatte. Sonst fotografiere ich eher mit Canon-Kameras (in letzter Zeit vor allem mit der EOS 700d und G7x).
VERARBEITUNG: Die Stylus 1s  ist gut und wertig verarbeitet und wiegt ca. 400 Gramm. Ihr Gewicht spürt man kaum, wenn man sie um den Hals trägt.

BEDIENUNGSANLEITUNG: Eine kurze Anleitung zur Inbetriebnahme der Kamera ist beigelegt, die ausführliche Anleitung kann von der Olympus-Homepage oder von der beigelegten DVD heruntergeladen werden.

BEDIENUNG: Die Standardbedienung ist einfach und ähnelt denen anderer Kameras. Das gilt für Standardaufnahmen, normales Filmen und dem Anschauen von Fotos und Filmen. Will man alle Möglichkeiten der Kamera ausnutzen, muss man sich doch etwas mit der Bedienungsanleitung beschäftigen. Alle Funktionen sind über den Touchscreen, Tasten und diverse Räder ansprechbar.

FUNKTIONSUMFANG:
Die Kamera hat neben den Automatikmodus Sondermodi (auf Programmwählscheibe SCN) wie Porträts, Landschaft, Serienaufnahme, Sport, Nacht, Nacht mit Personen, Sonnenuntergang, Dokumente, Panorama, Feuerwerk, Mehrfachbelichtung und Strand- und Schneeaufnahme. Im Vergleich dazu hat die G7x weder Dokumente, noch Panorama und Mehrfachbelichtung, dafür aber ein HDR-Programm (für Motive mit sehr hellen und sehr dunklen Bereichen), das allerdings nicht viel taugt. Beim Panorama-Programm der Stylus 1s muss man mehrmals ein Foto auslösen und die Kamera jeweils innerhalb eines bestimmten Rahmens verschieben. Gefallen hat mir das Mehrfachbelichtungsprogramm: Hier nimmt man 2 verschiedene Motive auf, die dann übereinander geschoben werden.
Beim Aufnahmemodus ART gibt es die Effekte Pop-Art, Soft Fokus, blasse Farben, weiches Licht, Monochromfilm, Lochkamera, Diorama, Cross-Entwicklung, zartes Sepia, dramatischer Effekt, Gemälde.
Beim Modus A kann man die Blende (F 2.8 bis F 8.0) wählen und die Verschlusszeit wird angepasst, beim Modus S wählt man die Verschlusszeit (1/2000 - 60 s) und die Kamera passt die Blende an, bei Modus M kann beides eingestellt werden.

Es ist möglich, die Seitenverhältnisse der Aufnahmen zu verändern (4:3, 16:9, 1:1, 3:2).

Damit man mit Blitz fotografieren kann, muss man an der linken Seite der Kamera einen Hebel betätigen, der den Blitz hinausschnappen lässt. Bewegen sollte sich das Motiv aber nicht, sonst wird das Bild unscharf.

Die Kamera hat auch einen Selbstauslöser mit unterschiedlichen Auslösezeiten. Fotos können durch Tippen auf dem Touchscreen ausgelöst werden. Auch außermittige Motive kann man durch Antippen auf dem Touchscreen scharf stellen und auslösen. Das funktioniert sehr gut.

Der Touchscreen ist zweifach klappbar: einmal nach unten um vielleicht 45° und einmal ausgeklappt um 90° nach oben. Schaut man durch den Sucher, verschwindet die Anzeige des Bildes vom Touchscreen.

Bei L hat eine Aufnahme etwa 12 Megapixel. Abspeicherung der Bilder ist möglich in JPEC, RAW und JPEC + RAW gleichzeitig.

Mit der Olympus-App kann man per Wi-Fi die Aufnahmen herunterladen (allerdings nur durch einzelnes Anklicken) und die Kamera fernauslösen (hat gut funktioniert mit meinem Samsung Tab 2).
Der Bildstabilisator ist ausgezeichnet: Auch meine 10jährige Tochter, die mit manch anderer Kamera Probleme mit dem Ruhighalten hat, macht mit der Stylus 1s wackelfreie Bilder.

FILMQUALITÄT: Ich habe meine Tochter beim Klavierspiel aufgenommen und mal auf ihre Finger fokussiert und gezoomt. So richtig scharf ist das Bild nicht geworden und der Ton war recht leise. Geräusche, die durch das Zoomen entstanden sein könnten, habe ich nicht wahrnehmen können. Das Filmen ist nicht die Stärke der Stylus 1s.

FOTOQUALITÄT:
Die Kamera macht tolle Bilder in vielen Situation: Landschaft bei Tag, Nacht und Dämmerung, Menschen, Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren. Die Bilder sind sehr detailgenau und kontrastreich mit naturgetreuen Farben. Gefallen hat mir, dass Aufnahmen mit Zoom von Tieren, die sich bewegen, teilweise sehr ansprechend sind. Ansprechend sind auch Fotos ohne Blitz und Stativ bei Dunkelheit in einer normal beleuchteten Wohnung, soweit sich Mensch und Tier nicht oder kaum bewegen. Die Grenzen der Kamera liegen vor allem bei schnellen Bewegungen, Dunkelheit (der eingebaute Blitz ist nicht berauschend) und Gegenlicht.
Insgesamt gefallen mir die Aufnahmen der Stylus 1s gut. Ich habe sie mit Aufnahmen von der G7x in gleichen Aufnahmesituationen verglichen. Ich hatte dabei den Eindruck, dass die G7X etwas besser ist bei Bewegungsaufnahmen und bei Aufnahmen mit schlechteren Lichtverhältnissen, wohingegen die Stylus 1s mich mit ihren Zoom mehr überzeugt hat.

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Das Wichtigste in Kürze:
+ gute Bilder in vielen Situationen (Landschaft, Aufnahmen von Menschen und Tieren)
+ schnelle Reihenaufnahmen (7 Bilder pro Sekunde)
+ guter Zoom für die Klasse
+ Kamera ist gut verarbeitet
+ Touch-AF und -Auslöser
+ einfache Standard-Bedienung
+ Fernauslösung per Handy möglich
+ hat einen Sucher
+Touchscreen nach oben und unten beweglich
o/- Aufnahmen bei schnellen Bewegungen und Dunkelheit
- die Filmaufnahmen sind nicht das Gelbe vom Ei

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FAZIT: Die Stylus 1s ist eine gut verarbeitete Bridgekamera, bei der mich vor allem ihr Zoom erzeugt hat.


5 von 5 Sternen

Beispielbilder:



Weitere Info:


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Rezension zu "Canon PowerShot G7 X Digitalkamera"

Kompakt, lichtstark, schnell und gute Bilder
VERARBEITUNG: Die G7X ist gut und wertig verarbeitet und wiegt für eine Kompakte grenzwertige 300 Gramm. Ihre Abmaße sind: 10 × 6 × 4 cm (inklusive nicht ausgefahrenem Objektiv). Im Lieferumfang enthalten sind ein Akku, eine externes Akkuladegerät und eine Handschlaufe. Verwendet werden können SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten, die separat gekauft werden müssen. NICHT mit enthalten ist ein passendes USB-Kabel. Ich hatte noch von meiner anderen Canon-Kamera eines und konnte so die Bilder und Filme auf meinen alten Computer ohne WiFi downloaden. Ansonsten sollte man darauf achten, dass man das Speichermedium der Bilder per Wi-Fi ansprechen kann.

BEDIENUNGSANLEITUNG: Eine kurze Anleitung zur Inbetriebnahme der Kamera ist beigelegt, die ausführliche Anleitung (ca. 200 Seiten) kann auf der Canon-Homepage heruntergeladen werden.

BEDIENUNG: Die Standardbedienung ist einfach und ähnelt denen anderer Canon-Kameras. Das gilt für Standardaufnahmen, normales Filmen und dem Anschauen von Fotos und Filmen. Will man alle Möglichkeiten der Kamera ausnutzen, muss man sich doch etwas mit der Bedienungsanleitung beschäftigen.

Alle Funktionen sind über den Touchscreen, Tasten und diverse Räder ansprechbar. Komplexere Einstellungen sind nicht unbedingt intuitiv immer belegt, sodass man sie schwer findet, ohne die Anleitung konsultiert zu haben. Das gefällt mir beispielsweise bei der kleinen Spiegelreflex EOS 100 D besser.

AKKU: Das Laden eines leeren Akkus dauert ca. 2 Stunden. Ich konnte mit einer Akkuladung ca. 650 Bilder knipsen (da habe ich wenig mit Blitz gearbeitet). Das geht eigentlich von der Kapazität, es ist wahrscheinlich trotzdem ratsam, einen Ersatzakku zu kaufen. Allerdings kostet der Akku NB-13L ordentlich.

FUNKTIONSUMFANG:Die Kamera hat neben den Automatikmodus Sondermodi für kontrastreiche Motive (HDR), Hintergrundunschärfe, Porträts, Auslösen bei Lächeln, Personen vor verschneiten Hintergrund, die Nacht, Unterwasser, Feuerwerk und Sternenhimmel. Dazu hat die G7X die typischen Modi, die auch Spiegelreflexkameras bieten, wie die Einstellung des Lichtmessverfahrens, der Blende, der ISO-Empfindlichkeit und der Belichtungszeit.

Es lassen sich bestimmte Gesichter und Informationen zu einer Person abspeichern, die dann erkannt werden. Ich selbst möchte diese Funktionalität nicht nutzen.

Es ist möglich, die Seitenverhältnisse der Aufnahmen zu verändern (3:2, 4:3, 1:1, 4:5).

Damit man mit Blitz fotografieren kann, muss man an der linken Seite der Kamera einen Hebel betätigen, der den Blitz hinausschnappen lässt.

Die Kamera hat auch einen Selbstauslöser mit unterschiedlichen Auslösezeiten. Fotos können durch Tippen auf dem Touchscreen ausgelöst werden. Auch außermittige Motive kann man durch Antippen auf dem Touchscreen scharf stellen und wenn so eingestellt, auslösen. Das funktioniert sehr gut.

Spezialeffekte sind kräftige Farben, Postereffekt, auf alt wirkende Fotos, Fisheye-Effekt, Miniatureffekt, Spielzeug-Kamera, unscharfer Hintergrund, Weichzeichner und monochrom.

Bei Aufnahmen mit 20,2 Megapixel (Einstellung L) soll man gute Ausdrucke bis DinA2 erhalten. Abspeicherung der Bilder ist möglich in JPEC, RAW und JPEC + RAW gleichzeitig.

Der Touchscreen-Bildschirm kann hochgeklappt werden, um vorteilhaftere Selfies zu machen. Ich hätte für schwer anzuvisierende Motive einen frei beweglichen Bildschirm vorteilhafter empfunden, zum Beispiel wenn man die Kamera über einen Zaun hält und noch das Motiv sehen will.

Filme werden mit 2 ca. 1,5 cm auseinanderliegenden Mikrofonen aufgenommen, also in Stereo. Im Modus Hybrid Auto werde ein paar Sekunden lange Videoclips später zu einem Filmtagebuch zusammengestellt.

Die Bilder können schon auf der Kamera bearbeitet werden (Zuschneiden, Anpassen der Bildgröße, Anpassen der Helligkeit, Rote-Augen-Korrektur). Ebenso kann man Filme schneiden und komprimieren. Ob man das auf dem kleinen Kamera-Display machen will, sei dahingestellt.

Mit der Canon-CameraWindow-App kann man per Wi-Fi die Aufnahmen herunterladen (allerdings nur durch einzelnes Anklicken, es gibt keinen Alles-Auswählen-Button) und die Kamera fernauslösen, was ich als sehr praktisch empfinde, da Verwackeln hierbei unmöglich ist (hat gut funktioniert mit meinem Samsung Tab 2).

FILMQUALITÄT: Ich habe meine Tochter beim Klavierspiel aufgenommen und mal auf ihre Finger, mal auf ihren Kopf fokussiert und gezoomt. Ab einer gewissen Entfernung (2, 3 Meter) war alles scharf auf dem Bild, beim nahen Heranzoomen konnte es zu Unschärfe kommen, wenn meine Tochter zum Beispiel beim Spiel den Kopf hin und her bewegte, auch die Finger waren zeitweise unscharf. Der Ton war, denke ich, okay. Geräusche, die durch das Zoomen entstanden sein könnten, sind mir nicht gefallen. Insgesamt fokussiert sie in manchen Situationen langsam oder gar nicht (zu nah oder keinen Menschen erkannt), besser ist es, gewissen Abstand zu halten und ein Stativ zu benutzen.

FOTOQUALITÄT:Die Kamera macht tolle Bilder in praktisch jeder Situation: Landschaft bei Tag, Nacht und Dämmerung, Menschen, Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren. Die Bilder sind sehr detailgenau und kontrastreich mit naturgetreuen Farben.

Beim Zoomfaktor 4,2 (maximaler optischer Zoom) zeigen die Aufnahmen auch bei gutem Licht eine gewisse Unschärfe, nutzt man den normalen digitalen Zoom (bis Zoomfaktor 8,4, gelb auf Display angezeigt) ist schon eine gewisse Körnigkeit allgegenwärtig, verwendet man den maximalen digitalen Zoom (bis Zoomfaktor 17, blau auf Display) wirkt das Bild stark körnig.

Auf Reihenaufnahme gestellt, kann man sehr gut sich bewegende Objekte fotografieren, die Aufnahmefolge ist sehr schnell, laut Anleitung 6,5 Bilder pro Sekunde. Sie ist auf jeden Fall sehr viel schneller als meine EOS 100 D, die es nur auf 4 Bilder pro Sekunde bringt. Ein Nachteil der G7X gegenüber einer Kamera mit Sucher ist, dass man nur erahnen kann, was man gerade fotografiert, da der Bildschirm natürlich nicht so schnell die Anzeige wechselt. Die Ergebnisse sind aber ansprechend. Ein Sucher wäre auch bei hellen Lichtverhältnissen besser, da hier auf Bildschirmen wenig zu erkennen ist.

Ansprechend sind auch Fotos ohne Blitz und Stativ bei Dunkelheit in einer normal beleuchteten Wohnung, soweit sich Mensch und Tier nicht oder kaum bewegen.

Bei Aufnahmen mit hohen Kontrasten und Nutzung der HDR-Funktion war ich nicht immer zufrieden. Je nach Bildausschnitt waren die dunklen Bereiche trotz dreier Aufnahmen in unterschiedlicher Helligkeitsstufen nicht gut zu erkennen. Die Berechnung dauerte auch etwa 10 Sekunden.

Viel Spaß hat das Experimentieren mit dem Kräftige-Farben-Effekt gemacht. Da kann man selbst bei einem sehr trüben Tag farbkräftige Bilder machen, auch wenn die Farben Rot und Grün manchmal zu intensiv leuchten.

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Das Wichtigste in Kürze:
+ fast in jeder Situation gute Bilder (Grenzen: volle Ausnutzung Zoom, starke Dunkelheit, HDR-Funktion begrenzt tauglich)
+ schnelle Reihenaufnahmen (6,5 Bilder pro Sekunde)
+ lichtstarkes Objektiv (gute Bilder ohne Blitz auch bei schlechten Lichtverhältnissen)
+ 1-Zoll-Sensor in kompakter Bauform
+ Kamera ist gut verarbeitet
+ Touch-AF und -Auslöser
+ einfache Standard-Bedienung
+ Fernauslösung per Handy möglich
- kein Sucher
- kein frei beweglicher Bildschirm, nur nach oben kippbar
- Wifi-App: Download ohne „Alles-Auswählen-Button“
- kein USB-Kabel anbei

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FAZIT: Die G7X ist eine gut verarbeitete, lichtstarke Kompaktkamera für unterwegs, deren Bilder überzeugen, besonders begeistert mich ihre Schnelligkeit beim Fotografieren von bewegten Objekten. Die Filme sind eher nichts für hohe Ansprüche.

5 von 5 Sternen

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